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Liechtenstein
(Fürstentum Liechtenstein)
Liechtenstein Liechtenstein (1937–heute)
Wikipedia/de, Wikipedia/en (history), Auswärtiges, Wikivoyage, Factbook
Hauptstadt Vaduz
Staatsfläche 160 km² (Platz 194 von 199)
Bevölkerungszahl 37.000 Einwohner (Platz 192 von 199)
Bevölkerungsdichte 231 Einwohner pro km² (Platz 37 von 199)
Staatsoberhaupt Landesfürst Hans-Adam II.
vertreten durch: Prinzregent Alois von Liechtenstein
Regierungschef Regierungschef Adrian Hasler
Amtssprache Deutsch
Währung Schweizer Franken (100 Rappen)
Unabhängigkeit 06.08.1806 (zuvor zum Heiligen Römischen Reich)
Zeitzone
Sommerzeit letzt. So/03 bis letzt. So/10
UTC+01:00 (Donnerstag, 23. November, 23:37 Uhr)
Sommerzeit UTC+02:00 (Freitag, 24. November, 00:37 Uhr)
Entwicklungsstand HDI: 0,912 Punkte (Platz 16 von 199)

Liechtenstein, amtliche Langform: Fürstentum Liechtenstein, ist ein Staat in Mitteleuropa.

Liechtenstein ist ein Binnenland und grenzt an zwei Nachbarländer: Im Osten an Österreich sowie im Süden und Westen an die Schweiz.

EtymologieBearbeiten

Der Name Liechtenstein stammt vom Haus Liechtenstein, dem Herrschergeschlecht des Fürstentums, welches den eigenen Namen auf das Fürstentum übertragen hat. Die Adelsfamilie wiederum hat ihren Namen von der Burg Liechtenstein, die im österreichischen Ort Maria Enzersdorf liegt und im Besitz des Hauses Liechtenstein ist. Die Burg Liechtenstein wurde circa 1130 von einem gewissen Hugo von Petronell erbaut, der sich in der Folge selbst Hugo von Liechtenstein nannte. Ihren Namen erhielt die Burg wahrscheinlich daher, dass lichte Steine oder leichte Steine aus einem Steinbruch in Sankt Margarethen im Burgenland für den Bau der Burg verwendet wurden.

Es ist zu beachten, dass Liechtenstein mit ie geschrieben wird und die Schreibweise Lichtenstein falsch ist (obwohl es Orte und sogar eine Adelsfamilie mit diesem Namen tatsächlich gibt).

FlaggeBearbeiten

Die Flagge Liechtensteins hat ein Seitenverhältnis von 3:5. Sie ist horizontal zweifarbig, oben blau und unten rot. Die blaue Farbe symbolisiert den Himmel und die rote Farbe die Abendlichter, die in den Häusern angezündet werden. In der oberen Hälfte befindet sich nach links versetzt der gelbe, schwarz umrandete Fürstenhut des Hauses Liechtenstein, der hauptsächlich dazu dient, die Liechtensteiner Nationalflagge von der Haitis zu unterscheiden.

PolitikBearbeiten

Liechtenstein ist eine demokratische zentralistische parlamentarische konstitutionelle Monarchie. Hauptstadt Liechtensteins ist Vaduz, welches oft auch lediglich als Hauptort bezeichnet wird, da es streng genommen kein Stadtrecht besitzt.

Staatsoberhaupt Liechtensteins ist der Landesfürst des Hauses Liechtenstein, welcher gelegentlich vom Prinzregenten vertreten wird, der zugleich auch Thronfolger des Landesfürsten ist. Für den Regierungschef gibt es keinen eigenen Namen. Das Parlament Liechtensteins ist der Landtag.

WahlenBearbeiten

Parlamentswahl vom 05.02.2017
Parteienkürzel Wähler Anteil Sitze
FBP 68.673 35,24 % 9
VU 65.742 33,73 % 8
DU 35.885 18,41 % 5
FL 24.595 12,62 % 3
Die nächste Wahl findet im Jahre 2021 statt.

In Liechtenstein wird in freien Wahlen alle vier Jahre das Parlament gewählt, in das 25 Kandidaten einziehen. Diese 25 Kandidaten verteilen sich auf die beiden Wahlkreise, wobei auf den Wahlkreis Unterland 10 und auf den Wahlkreis Oberland 15 Abgeordnete entfallen. Jeder Wähler darf so viele Kandidaten wählen wie sein Wahlkreis Abgeordnete stellt, womit Wähler im Unterland 10 und Wähler im Oberland 15 Stimmen haben. Gewählt wird in einer Verhältniswahl (proportionale Parteiliste) mit einer Sperrklausel von 8 %: Die Wähler wählen 10 beziehungsweise 15 Kandidaten, aus denen die prozentualen Anteile der Parteien ermittelt werden, die Parteien erhalten im Parlament gemäß ihres Anteils an Wählerstimmen Mandate, welche entsprechend der Stimmen für die Kandidaten verteilt werden.

Der Regierungschef Liechtensteins wird vom Parlament vorgeschlagen und daraufhin vom Landesfürsten ernannt, was im Klartext bedeutet, dass die Partei mit dem größten Rückhalt im Parlament den Regierungschef stellt. Der Landesfürst selbst wird nicht von der liechtensteinischen Bevölkerung gewählt, da Liechtenstein eine Erbmonarchie ist und der Fürstentitel damit ausschließlich erblich weitergegeben wird. Der Landesfürst hat das Recht, sein Amt als Staatsoberhaupt an den Prinzregenten (dem Thronfolger) weiterzugeben.

ParteienBearbeiten

Liechtenstein ist seit Bestehen der ersten Parteien durch zwei Parteien geprägt: Die christdemokratische Fortschrittliche Bürgerpartei in Liechtenstein (FBP) und der ursprünglich sozialliberalen heute konservativen Vaterländischen Union (VU), die beide bis 1993 die einzigen im Landtag vertretenen Parteien waren. In den letzten Jahren haben sich zwei weitere Parteien etabliert, die alljährlich eine nennenswerte Anzahl Wählerstimmen erhalten und Mandate erreichen konnten, nämlich die grüne Freie Liste (FL) und die rechtsdemokratische Partei Die Unabhängigen (DU). Weitere Parteien existieren in Liechtenstein derzeit nicht.

Die älteste Partei Liechtensteins ist die FBP, welche 1918 gegründet wurde; die VU entstand 1936. Weitere Parteien, die zwischenzeitlich existierten, waren die Wahlliste der unselbständig Erwerbenden und Kleinbauern (Arbeiterpartei) Anfang der Fünfziger, die Christlich-soziale Partei Liechtensteins (CSP) in den Sechzigern und Siebzigern sowie die Überparteiliche Liste Liechtenstein (ÜLL) Ende der Achtziger, die jedoch allesamt nie Mandate im Parlament erreichten. Ab den späten Achtzigern konnte sich die FL und im neuen Jahrtausend die aus der Vaterländischen Union abgespaltene DU etablieren.

AmtsträgerBearbeiten

Staatsoberhaupt
  • Landesfürst
1608–1627: Karl I.
1627–1684: Karl Eusebius
1684–1712: Hans-Adam I.
1712–1718: Josef Wenzel
1718–1821: Anton Florian
1721–1732: Josef Johann Adam
1732–1748: Johann Nepomuk Karl
1748–1772: Josef Wenzel
1772–1781: Franz Josef I.
1781–1805: Alois I.
1805–1836: Johann I. Josef
1836–1858: Alois II.
1858–1929: Johann II.
1929–1938: Franz I.
1938–1989: Franz Josef II.
1989–heute: Hans-Adam II.
Stellvertretendes Staatsoberhaupt
  • Prinzregent
1984–1989: Hans-Adam II.
2004–heute: Alois von Liechtenstein
Regierungschef
  • Regierungschef
1921–1922: Josef Ospelt (FBP)
1922–1922: Alfons Feger (parteilos)
1922–1922: Felix Gubelmann (parteilos)
1922–1928: Gustav Schädler (VU)
1928–1928: Alfred von Liechtenstein (parteilos)
1928–1945: Josef Hoop (FBP)
1945–1962: Alexander Frick (FBP)
1962–1970: Gerard Batliner (FBP)
1970–1974: Alfred Hilbe (VU)
1974–1978: Walter Kieber (FBP)
1978–1993: Hans Brunhart (VU)
1993–1993: Markus Büchel (FBP)
1993–2001: Mario Frick (VU)
2001–2009: Otmar Hasler (FBP)
2009–2013: Klaus Tschütscher (VU)
2013–heute: Adrian Hasler (FBP)

GeographieBearbeiten

Humangeographie
  • 2 Wahlkreise / 11 Gemeinden (in Klammern Exklaven)
Wahlkreis Oberland
Eschen (Rheinau-Tentscha)
Nendeln
Gamprin (Nendler Berg)
Bendern
Mauren
Schaanwald
Ruggell
Schellenberg
Wahlkreis Unterland
Balzers (Gapfahl, Guschgfiel/Matta/Güschgle)
Mäls
Planken (Plankner Neugrütt, Plankner Garselli, Riet, Wes)
Schaan (Brunnenegg, Gritsch, Guschg, Plankner Neugrütt)
Triesen
Triesenberg (Turna und Sareis)
Gaflei
Malbun
Masescha
Silum
Steg
Vaduz (Dachsegg, Forst, Hintervalorsch, Pradamee-Hahnenspiel, Rüttistein, Vaduzer Riet)
Mühleholz
Landgeographie
  • Landschaften
Ruggeller Riet
  • Gebirge
Alpen
Rätikon
  • Berge
Augstenberg
Drei Schwestern
Falknis
Galinakopf
Garsellikopf
Gorfion
Grauspitz
Kuegrat / Kuhgrat
Naafkopf
Ochsenkopf
Plasteikopf
Rappenstein / Rappastein
Schellenberg / Eschnerberg
Schönberg
  • Seen
Egelsee
Gampriner Seele
Gänglesee
Sägaweier
Stausee Steg
  • Flüsse
Binnenkanal
Esche
Lawenabach
Malbunerbach
Mölibach
Rhein
Samina
Spiersbach
Stägerbach
Vaduzer Giessen
Valorschbach
Valünerbach
X
Afghanistan, Ägypten, Albanien, Algerien, Andorra, Angola, Antigua und Barbuda, Äquatorialguinea, Argentinien, Armenien, Aserbaidschan (Bergkarabach), Äthiopien, Australien (Ashmore- und Cartierinseln, Heard und McDonaldinseln, Kokosinseln, Korallenmeerinseln, Norfolkinsel, Weihnachtsinsel), Bahamas, Bahrain, Bangladesch, Barbados, Belgien, Belize, Benin, Bhutan, Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Botswana, Brasilien, Brunei, Bulgarien, Burkina Faso, Burundi, Chile, China (Hongkong, Macau), Cookinseln, Costa Rica, Dänemark (Färöer, Grönland), Deutschland, Dominica, Dominikanische Republik, DR Kongo, Dschibuti, Ecuador, El Salvador, Elfenbeinküste, Eritrea, Estland, Fidschi, Finnland (Ålandinseln), Frankreich (Clippertoninsel, Französisch-Guayana, Französisch-Polynesien, Französische Süd- und Antarktisgebiete, Guadeloupe, Martinique, Mayotte, Neukaledonien, Réunion, Saint Barthélemy, Saint Martin, Saint Pierre und Miquelon, Wallis und Futuna), Gabun, Gambia, Georgien (Abchasien, Südossetien), Ghana, Grenada, Griechenland, Großbritannien und Nordirland (Akrotiri und Dekelia, Anguilla, Bermuda, Britische Jungferninseln, Britisches Territorium im Indischen Ozean, Caymaninseln, Falklandinseln, Gibraltar, Guernsey, Isle of Man, Jersey, Montserrat, Pitcairninseln, Saint Helena, Ascension und Tristan da Cunha, Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln, Turks- und Caicosinseln), Guatemala, Guinea, Guinea-Bissau, Guyana, Haiti, Honduras, Indien, Indonesien, Irak, Iran, Irland, Island, Israel, Italien, Jamaika, Japan, Jemen, Jordanien, Kambodscha, Kamerun, Kanada, Kap Verde, Kasachstan, Katar, Kenia, Kirgisistan, Kiribati, Kolumbien, Komoren, Kongo, Kosovo, Kroatien, Kuba, Kuwait, Laos, Lesotho, Lettland, Libanon, Liberia, Libyen, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Madagaskar, Malawi, Malaysia, Malediven, Mali, Malta, Marokko (Westsahara), Marshallinseln, Mauretanien, Mauritius, Mazedonien, Mexiko, Mikronesien, Moldawien (Transnistrien), Monaco, Mongolei, Montenegro, Mosambik, Myanmar, Namibia, Nauru, Nepal, Neuseeland (Tokelau), Nicaragua, Niederlande (Aruba, Bonaire, Curaçao, Saba, Sint Eustatius, Sint Maarten), Niger, Nigeria, Niue, Nordkorea, Norwegen (Bouvetinsel, Jan Mayen, Spitzbergen), Oman, Österreich, Osttimor, Pakistan, Palästina, Palau, Panama, Papua-Neuguinea, Paraguay, Peru, Philippinen, Polen, Portugal, Ruanda, Rumänien, Russland, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, Salomonen, Sambia, Samoa, San Marino, São Tomé und Príncipe, Saudi-Arabien, Schweden, Schweiz, Senegal, Serbien, Seychellen, Sierra Leone, Simbabwe, Singapur, Slowakei, Slowenien, Somalia (Somaliland), Spanien, Sri Lanka, Südafrika, Sudan, Südkorea, Südsudan, Suriname, Swasiland, Syrien, Tadschikistan, Taiwan, Tansania, Thailand, Togo, Tonga, Trinidad und Tobago, Tschad, Tschechien, Tunesien, Türkei, Turkmenistan, Tuvalu, Uganda, Ukraine, Ungarn, Uruguay, USA (Amerikanisch-Samoa, Amerikanische Jungferninseln, Bakerinsel, Guam, Howlandinsel, Jarvisinsel, Johnstonatoll, Kingmanriff, Midwayatoll, Navassainsel, Nördliche Marianen, Palmyraatoll, Puerto Rico, Wakeinsel), Usbekistan, Vanuatu, Vatikanstadt, Venezuela, Vereinigte Arabische Emirate, Vietnam, Weißrussland, Zentralafrikanische Republik, Zypern (Nordzypern). ––––––– Antarktika (Adélieland (FRA), Argentinische Antarktis (ARG), Australisches Antarktis-Territorium (AUS), Britisches Antarktis-Territorium (GBR), Chilenisches Antarktis-Territorium (CHL), Königin-Maud-Land (NOR), Marie-Byrd-Land (–), Peter-I.-Insel (NOR), Ross-Nebengebiet (NZL)), Bir Tawil.

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